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Homepage im Amt für Evangelische Kinder- und Jugendarbeit
Kinder- und
Jugendarbeit

update vom
3. 8. 2001

Jede Kirche eine Kirche des Friedens

Auf dem Weg zu einem weltweiten Netzwerk kreativer Gewaltfreiheit

Als einen Aufruf nicht allein an Jesus zu glauben, sondern auch an den ,,Jesus, der Seligkeit denen verheißt, die hungern und dürsten nach Gerechtigkeit, die Frieden stiften und die ihre Feinde lieben", verstehen die drei traditionellen Friedenskirchen Mennoniten, Quäker und Brüderkirche) ihr neues Projekt ,,ECAPC - Every Church a Peace Church". Die Kirche kann die Welt hin zum Frieden verändern, so die klare Botschaft, wenn sie beginnt zu leben und zu lehren, was Jesus lebte und lehrte.

Die Initiatoren sind der Überzeugung, dass, was immer Jesus in der Bergpredigt wollte, eine Friedenskirche war, eine Kirche des Friedens. In der Tradition dieses gewaltfreien Jesu, aber auch der Gandhis öder Martin Luther Kings, versucht die Kampagne eine Vernetzung vieler kleiner lokaler Initiativen zu erreichen.

In einem ersten programmatischen Entwurf wird die Vision von ECAPC mit drei großen Herausforderungen wie folgt beschrieben:

Die großen Kirchen werden ihr Angesicht nur ändern, wenn kleine ökumenische Gruppen von Jüngern und Jüngerinnen sich zu Gruppen zusammenfinden, betend, diskutierend und handelnd.

Eine neue Gemeinschaft kann nur entstehen, wenn das Verständnis Mitglied einer Kirche zu sein, neu bestimmt wird, als Auftrag die Zeichen der Zeit gemeinsam zu erkennen.

Nur gewaltfreie Aktion kann die Kultur der Gewalt überwinden, dazu gehört Mut wie Demut; auch Friedensschaffen hat seinen Preis.

Für die USA beschreiben die Initiatoren sechs Säulen, auf der eine solche Bewegung für Gewaltlosigkeit beruhen müsste, um einen Schirm zu bieten, unter dem alle, die es hören, sich einreihen könnten:

  1. die historischen Friedenskirehen, die seit langem lehren, das Jesu Weg Verzeihung und Wandlung, nicht Herrschaft und Drohung ist
  2. das Erbe Martin Luther Kings und der Schwarzen Kirche Amerikas, die zwar offiziell gewürdigt werden, aber nicht mit ihrer Sprengkraft, unterdrückende Strukturen zu verändern, Teil der Kirchen geworden sind
  3. Kirchliche und ökumenische Friedensgemeinschaften und Zentren, die seit vielen Jahren Zeugnis abgelegt haben gegen die Bereitschaft der Kirchen sog. ,,gerechte Kriege" und von Staats wegen sanktionierte Gewalt zu akzeptieren
  4. die jeweiligen kirchlichen Programme für ,,Gerechtigkeit und Frieden", deren GründerInnen oft Pazifisten waren, bevor ihre Arbeit in die Mühlen der Institutionen geriet
  5. charismatische und andere Erneuerungsbewegungen, die ein Zeichen für den Hunger von Menschen nach unmittelbarer Begegnung mit Gott sind, aber trotzdem auch manches Mal Ausdruck einer Gefolgschaft zu Jesu Leben und Lehre mit Blick auf die Probleme der Welt
Erziehungseinrichtungen aller Art, die entscheidend sein werden für jede Veränderung der Kirchen.

Diese sechs Säulen machen zugleich klar, dass es keine Vorherrschaft der traditionellen Friedenskirchen geben soll, sie verstehen sich eher als Katalysatoren, die den Anstoß für eine neue und umfassend ökumenische Struktur geben.

Die erste Konferenz der Initiative ,, Everv Church a Peace Church" fand am 27/28. April in Duluth (Minnesota) statt. Vertretungen aus mehr als 20 verschiedenen Religionsgemeinschaften, darunter römische Katholiken, Methodisten, Lutheraner, Quäker, Mennoniten, Juden und andere, kamen im Kolleg St. Scholastika zusammen. Die meisten Anwesenden beschrieben sich selbst als in ihren Gemeinschaften marginalisiert oder ausgeschlossen aufgrund ihres Engagements für Frieden und Gerechtigkeit.

Gemeinsam war allen die bleibende Hoffnung, dass die Kirchen ihren Auftrag zur Friedensstiftung erkennen mögen. in verschiedenen Workshops, unter anderem zu Fragen des Nuklearwaffen, der Kriegsdienstverweigerung, der gewaltfreien Erziehung, arbeitete die Versammlung an einem neuen Verständnis, wie Kirche ihre eigene prophetische Dimension annehmen und öffentlich wahrnehmen könne, so eine der Referentinnen, Cindy Pile vom ,,Nevada Desert Experience", einer Gruppe aus dem Widerstand gegen Nuklearwaffen.

Weitere Informationen: www.ecape.org

© Diesen Artikel haben wir der Zeitschrift "Ökumenischer Informationsdienst", II. Quartal 2001, entnommen


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