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update vom
19. 4. 2003
Krieg darf kein Mittel der  Politik sein!
Setzen wir uns dagegen ein!
Friedensfahnen aus Italien

Die mächtigste Nation der Welt hat - zusammen mit ihren Verbündeten - den Irak überfallen. Angeblich, um den Diktator zu stürzen. In Wahrheit sind die Gründe und die Ziele dieses Krieges ganz andere. Es geht um Macht und um Öl. Das Völkerrecht wurde gebrochen, die Mehrheit der Bevölkerung aller Länder übergangen. Das erste Opfer des Krieges ist die Wahrheit, das zweite die Wehrlosen, also vorwiegend Frauen und Kinder. Sie werden doppelt bestraft: seit Jahren durch eine Diktatur, jetzt mit Hightech-Waffen unserer Verbündeten. In den vergangenen Wochen und Monaten konnten wir erleben, wie Krieg als Mittel der Politik mehr und mehr Ablehnung fand. Wir vertrauen darauf, dass diese Ablehnung weiterhin zunimmt, sodass der Krieg bald zum Ende kommt und die Verantwortlichen auch zur Rechenschaft gezogen werden. 


Kirchliche Stellungnahmen

  • Bei einer Friedensdemonstration in Washington wurden auch Bischöfe und andere Mitglieder von Kirchenleitungen verhaftet. (30. März 2003) 
  • Die Evangelische Arbeitsgemeinschaft zur Betreuung der der Kriegsdienstverweigerer, EAK,  ruft in einer Erklärung zum Irak-Krieg dazu auf, dem Krieg zu widerstehen. (24. März 2003)
  • In einer Erklärung vom 20. März fordert die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend (aej) den sofortigen Abbruch der Kampfhandlungen im Irak. (21. März 2003)
  • "Kriege können nicht gewonnen werden, nur der Frieden." Mit dieser Aussage endet der Aufruf zum Frieden im Irak  von Konrad Raiser, dem Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen vom 20. 3. 2003. (21. März 2003)
  • Mit deutlichen Worten verurteilen die Bischöfe der 4 großen Krichen in Baden Württemberg den Angriffskrieg gegen den Irak. (20. 3. 2003)
  • In einem offnenen Brief wendet sich Sharon A. Brown Christopher, die Vorsitzende Bischöfin der Methodistischen Kirche der USA am 6. Februar an "ihr" Kirchenmitglied, den Päsidenten Bush. In ihrem Schreiben, das sie an den Congress und alle Mitglieder "ihrer" Kirche richtet, fordert sie den Präsidenten auf, eine friedliche Lösung des Irak-Konfliktes zu suchen. (7. Februar 2003)
  • Kirchenführer aus den USA, Europa und dem Nahen Osten haben sich am 5. Februar 2003 bei einem Treffen in Berlin in einer Resolution für eine friedliche Lösung der Irak-Krise ausgesprochen. In der 10-Punkte-Erklärung lehnen sie einen Präventivkrieg gegen den Irak ab. Sie fordern den Irak zur Zusammenarbeit mit den Inspektoren auf und appellieren an die Regierungen, ihre Ziele mit politischen statt militärischen Mitteln zu verfolgen. (Februar 2003)
  • In einem "Wort an die Gemeinden" vom Januar 2003 nimmt Landesbischof Dr. Ulrich Fischer deutlich Stellung gegen einen geplanten Irak-Krieg und fordert die Christen zu Gebet und Engagement auf.(20. Januar 2003)
  • Wilhelm Wille, einer der Sprecher des landeskirchlchen "Forum Friedensethik" beschreibt einige theologische und politische Aspekte zu der Kriegsdrohung gegen den Irak und legt dabei einen Schwerpunkt auf die Rolle der Kirchen. (23. Januar 2003)
  • Die Stadtkirchengemeinde Emmendingen fordert in einem Brief an die Bundesregierung diese dazu auf, bei ihrem eindeutigen NEIN gegen einen Präventivkrieg zu bleiben. (23. Januar 2003)
  • Mit (für diplomatische Kreise ungewöhnlich) deutlichen Worten sprach sich Papst Johannes Paul II vor dem diplomatischen Korps am 13. Januar 2003 gegen einen Irak-Krieg und für das Leben aus. 
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Friedensgebete
  • Frieden Stiften - diesen Taschenkalender mit 365 Gedanken und Anstößen können Sie ab sofort bei der Arbeitsstelle Frieden beziehen. Mit einem Vorwort von Dorothee Sölle bietet der Kalender kurze Texte als Anregungen für eine friedlichere Welt. Die Texte können Sie schon heute im Internet finden: Frieden stiften! (23. Januar 2003)
  • Die 9. Synode der EKD beschloss auf ihrer Tagung im November 2002, das Kirchenamt geeignete Texte und liturgisches Material für Friedensgebete bereit zu stellen. Dies ist inzwischen geschehen. Eine Homepage mit Lied- und Textvorschlägen steht jetzt unter www.friedensgebete.de im Netz. (23. Januar 2003)
  • Besonders ansprechende Vorlagen für Friedensgebete fanden wir auf der Homepage der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau und auf der Seite des Hauses der Kirchlichen Dienste (zusammengestellt von Fritz Baltruweit) in Hannover. (23. Januar 2003)
  • Fasten für den Frieden - eine Tradition, die in vielen Religionen verwurzelt ist, wird auch heute wieder aufgegriffen. Manche fasten an einem bestimmten Tag der Woche, manche auch für ein paar Tage. Manche verzichten in dieser Zeit ganz auf das Essen, manche verzichten auf bestimmte Speisen. Die eingesparte (Essens-)Zeit und/oder das eingesparte Geld kann so dem Frieden gweidmet werden. Wir möchten auf 2 Homepages hinweisen: Internationales "Fasten für den Frieden" und die evangelische Fastenaktion "7 Wochen ohne".  (24. Januar 2003)
  • Suchen Sie ganz allgemeine Anregungen zu unterschiedlichen Formen des Gebetes, dann empfiehlt sich die Seite: www.einfach-beten.de (23. Februar 2003) 
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Sich und andere informieren
  • Der UN-Korrespondent der taz, Andreas Zumach, hat eine Resolution entworfen, wie sie von Deutschland, Frankreich und Russland in den Sicherheitsrat eingebracht werden müsste, um den ansonsten ab Mitte März drohenden Irakkrieg noch abzuwenden.  (11. 3. 2003)
  • Dass die grundlegende UN-Resolution zum Irak (687) kaum beachtet wird, aber im Hinblick auf eine Friedenslösung wichtig ist, zeigt Clemens Ronnefeldt in einem Beitrag der Frankfurter Rundschau vom 1. 3. 2003. (10. 3. 2003)
  • Reservisten der US-Armee rufen zur Kriegsdienstverweigerung auf. Dieser Aufruf eignet sich als kritische Stimme als Gesprächsgrundlage im Unterricht, bei öffentlichen Veranstaltungen und auch im Gottesdienst. (23. Januar 2003)
  • Der Friedensreferent des Versöhnungsbundes informiert über Ziele, Hintergründe und Aktionsmöglichkeiten im Zusammenhang eines möglichen Präventivkrieges gegen den Irak. (23. Januar 2003)
  • Der "Verlag an der Ruhr" hat neue Unterrichtsmaterialien zum aktuellen Irak-Konflikt entwickelt, die Anfang März 2003 erscheinen. Die Arbeitsmaterialien helfen den Jugendlichen, sich selbstständig über die weltpolitische Lage zu informieren und eine eigene Position zu finden. 16,– € Altersstufen: 13 – 19; 75 S., A4, Papph.; ISBN: 3-86072-797-4; Nähere Informationen und Möglichkeit der Direktbestellung beim Herausgeber.
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Aktionsmöglichkeiten

Seine Meinung deutlich äußern, beispielsweise durch die Teilnahme an einer Demonstration. 
In vielen Städten fanden am Ostersamstag "Ostermärsche" statt. Die Karlsruher radelten am Ostersamstag in einem bunten Fahrradkorso. Karlsruhes längste Straße heißt seit dem Ostermarsch 2003 "Stoppt den Krieg"-Straße! Hier einige Photos vom Fahrradkorso mit der Umbennungsaktion vom Ostersamstag. (19. 4. 2003)

Photos von der Friedensdemonstration in Karlsruhe am 15. März 2003 mit ca 10 000 Teilnehmenden.
Photos von der  (Um-)Schließung des Eucom am 29. März 2003.

Verschiedene Unterschriftenlisten und Kettenmails kursieren und suchen Mitunterzeichner. Kettenmails können wir nicht unterstützen, wohl aber folgende drei  Aufrufe:

Ein Krieg gegen den Irak widerspräche dem Völkerrecht. Hierauf hinweisend hat Tobias Pflüger bei einer Demonstration in München für den Fall eines solchen Krieges zu Kriegsdienstverweigerung und Desertion aufgerufen. Im Anschluss an die Demonstration wurde er verhaftet. Das Netzwerk Regenbogen sucht Kriegsgegner, die sich mit Tobias Pflüger solidarisieren und im Falle eines Angriffskrieges zum Desertionsaufruf bekennen. 

Neun Heidelberger Schulen haben sich zu einer pfiffigen Aktion zusammengeschlossen: sie bauen einen symbolischen Schutzwall für das Völkerrecht und laden ein, mitzubauen. Heute (24. 3.) ist der Schutzwall mit 6649 Steinen am Bismarckplatz in Heidelebrg 26 Meter lang. Dieser Schutzwall für das Völkerrecht hat zwei Elemente: einen Brief an die Parlamentarier und den Bau eines Schutzwalles aus vielen Holzklötzen. Wir bauen mit!

Zu einer besonderen Art der Volksabstimmung ruft die Aktion Deutschland sagt NEIN zum Krieg auf. Die Bundesbürger sind aufgefordert, je 1 €uro auf ein Konto zu überweisen. Das so zusammenkommende Geld soll dann größtenteils an die Organisation "Ärzte ohne Grenzen" weiter gegeben werden. So kann jede Stimme gegen den Krieg gleich zu einem konstruktiver Beitrag zur Heilung werden.

In vielen Städten finden zu bestimmten Zeiten Mahnwachen und Demonstartionen statt. In Karlsruhe beispielsweise jeden Samstag von 14.00 Uhr bis 15.00 Uhr am Marktplatz. Solche Orte dienen nicht nur dem öffentlichen Protest, sondern auch der gegenseitigen Ermutigung. Eine guten Überblick über öffentliche Aktionen bietet das Netzwerk Friedenskooperative auf seiner Homepage. 

Wenn Sie zu mehr als Demonstartionen oder einer Unterschrift bereit sind, können sie eine Selbstverpflichtung zum Widerstand unterschreiben:  „Sich dem Irak-Krieg widersetzen!" Dann werden Sie sich vermutlich in einer Gruppe vorbereiten und "näher dran" sein als wir. Für Ihre Vorschläge und Ideen sind wir dankbar.

Photos von der weltweiten Anti-Kriegs-Demonstration am 15. Februar 2003 finden sich auf dieser Homepage

Aufkleber, Plakate und Aktionsmaterial
 
 


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Fahnen

 
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weiterführende Links (siehe Hinweis zu Haftungsausschluss)
Sehr viele sehr gute Hinweise der US-Friedensbewegung finden sich auf der Homepage des „National Network To End The War Against Iraq“

Weitere Links zu Regierungsstellen, Kirchen, Medien oder zur Friedensforschung haben wir auf unserer Link-Seite zusammengestellt.

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