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Gerechter
Friede
Katholische Bischöfe verabschieden sich von der Lehre vom Gerechten Krieg In erstaunlicher Konsequenz und Deutlichkeit
nimmt die Deutsche Bischofskonferenz mit ihrem im Oktober 2000 vorgelegten
Hirtenwort "Gerechter Friede" Abschied von der "Lehre vom Gerechten Krieg"
und beschreibt den Frieden als Ernstfall.
In unserem Anliegen wissen wir uns verbunden mit zahlreichen Menschen und mit Gemeinschaften innerhalb und außerhalb der christlichen Kirchen, die leidenschaftlich nach Wegen des Friedens und der Gewaltlosigkeit suchen. (8) Der wichtigste Beitrag, den die Kirche zum Frieden in der Welt zu leisten hat, besteht darin, dass sie in sich selbst zum "Sakrament des Friedens" wird, zum Zeichen, an dem die gewaltbestimmte Schöpfung sich in ihrer Friedenssuche oreintieren kann. (10) Gottes universaler Friedenswille für die ganze Menschheit geht also über die Verwandlung seines Volkes. (25) Was Jesus in der Bergpredigt lehrt, spricht nicht nur einzelne oder solche Menschen an, die innerhalb der Kirche zu besonderem Dienst berufen sind. Es handelt sich um Grundeinstellungen für alle Adressaten, um echte Weisungen in Form von beispielhaften Reglen. (46) Der Friede des messianischen Gottesvolkes setzt dagegen das Wunder voraus, dass Menschen Gott und einander vorbehaltslos vertrauen und deswegen völlig auf Gewalt verzichten können. (...) Christen können dieses Wagnis eingehen, gestützt und gestärkt durch die Erfahrungen, die (...) der Glauben ihnen ermöglicht. (56) Es irrt also, wer im Sinne des Säkularismus den Glauben für reine Privatsache hält. Es irrt ebenso, wer meint, die Kirche sei um so näher bei ihrer Sache, je weiter sie sich von der Politik entferne. (59) Wir haben uns in unserer Praxis offenbar zu sehr der Welt angepasst und den Geist Christi wie abgedecktes Feuer gehütet, damit er nicht zu sehr auf uns überspringt. (163) diese Welt braucht keine Verdoppelung ihres Unfriedens durch eine Religion, die zu allem Ja und amen sagt. (164) Immer wieder werden ihr (der Kirche) einzelne Menschen geschenkt, die durch ihr Charisma der Friedfertigkeit und Versöhnlichkeit kritisch ans Licht bringen, wie weit sich die Kirche doch auf einen faulen Frieden mit der Welt eingelassen hat. Darum wirken solche Heiligen als "Störenfriede". Sie zeigen zeichenhaft, wie Kirche und Welt aussehen könnte, nähme in ihnen der gerechte Friede Gestalt an. (164) Zur Rolle des Militärs Es liegt nicht im Kompetenzbereich der Kirche, über militärische Aspekte im engeren Sinn zu urteilen. Es ist aber dringend vor einer unsachgemäßen Ausweitung des militärischen Zuständigkeitsbereichs zu warnen. Wir rufen ins Gedächtnis, dass die sicherheitspolitischen Risiken nicht in erster Linie von einem militärischen Bündnis angegangen werden können. (...) Ausdrücklich warnen wir davor, die Verantwortung der Vereinten Nationen für den Weltfrieden auszuhöhlen. (138) Es wäre fatal, wenn die Länder des Nordens ihre vordringliche Aufgabe darin sähen, sich vor den Armen, die in besonderer Weise der Erfahrung von Not, Gewalt und Unfreiheit ausgesetzt sind, zu schützen, statt ihen beiszustehen. (139) Nachdrücklich rufen wir die Lehre des Zweiten Vatikanischen Konzils in Erinnerung, dass sowohl ein Befehl als auch dessen Ausführung verantwortet werden müssen. (...) Damit dieser Grundsatz in der Praxis wirksam werden kann, bedarf es bei Vorgesetzten wie Untergebenen nicht nur einer genauen Information über die Normen des humanitären Völkerrechts und des Soldatenrechts (...) der bisher erreichte rechtliche Standard allein vermag die Opfer bewaffneter Konflikte noch nicht hinreichend zu schützen. (141) Die Anwendung von Gegengewalt kommt überhaupt nur als ultima ration in Betracht. (...) Sie bedeutet deswegen ein schwerwiegendes Übel, mag es sich auch um das geringere Übel handeln. (151) Zur
"Überwindung von Gewalt"
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