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Kinder- und
Jugendarbeit

update vom
22. 3. 2001

Christen aus der Badischen Landeskirche sagen Nein zum Krieg  

Angesichts des Krieges um den Kosovo können wir als Christen nicht schweigen: 
Wir verurteilen die menschenverachtende Gewalt des jugoslawischen Militärs gegen die albanische Bevölkerung im Kosovo! Wir verurteilen das massive Bombardement Jugoslawiens durch Nato - Streitkräfte, das den Menschen im Kosovo nicht hilft! Die Menschen im Kosovo und die Menschen in Serbien leiden entsetzlich unter diesem Krieg, der von Tag zu Tag weiter eskaliert. 

Wir sagen Nein zu diesem Krieg und fordern die sofortige Beendigung der Kampfhandlungen durch die NATO, um neue politische Initiativen unter Führung der UNO mit Beteiligung Rußlands in Gang zu bringen. Ein Weiterbomben bis zur Kapitulation Jugoslawiens beschwört einen Krieg auf dem ganzen Balkan herauf und wird die Spirale der Gewalt nicht anhalten. Alles, was zur Deeskalation beiträgt, ist nun hilfreich, nicht das Weiterschreiten auf einem Weg, der immer größeres Blutvergießen mit sich bringt. 
Wir rufen den politisch Verantwortlichen in unserem Lande zu: Haltet ein!

Einige von uns sagen das als Pazifistinnen und Pazifisten, die das Gebot der Feindesliebe und die Mahnung zum Gewaltverzicht als Weisung Jesu für alle Christen hören und befolgen wollen. Die anderen von uns wenden sich gegen diesen Krieg aus einer Tradition, die Gewalt als letztes Mittel in einem Konflikt nicht ausschließen will. Doch ist nach der ,,Lehre vom gerechten Krieg" der Einsatz militärischer Gewalt an strenge Bedingungen geknüpft, die in diesem Fall nicht gegeben sind. So ist z.B. die Verhältnismäßigkeit der Mittel nicht gewahrt und es fehlt die Legitimation durch die UNO. Wir stellen fest: dieser Krieg ist kein ,,gerechter Krieg"!

Uns vereint heute die Überzeugung, daß in diesem Krieg der Einsatz militärischer Gewalt ethisch nicht zu rechtfertigen ist. Christen dürfen sich an diesem Krieg nicht beteiligen!

Wir stimmen Präses Manfred Kock, dem Ratsvorsitzenden der EKD zu, wenn er sagt: 
,,Wir dürfen es in Europa nicht dazu kommen, lassen, daß der Griff zu militärischen Mitteln künftig zum Regelfall bei der Konfliktlösung wird. Wir brauchen mehr Menschen, die gewalt freie Methoden der Vermittlung und des Interessenausgleichs in Krisensituationen beherrschen." Deswegen muß die Kirche verstärkt Initiativen unterstützen, die sich der Entwicklung und Anwendung gewaltfreier Konfliktlösungsmögtichkeiten widmen.

Wir sind als Christen verpflichtet, den Opfern von Krieg und Vertreibung zu helfen und wollen dies nach Kräften tun. Wir sind aber auch verpflichtet, die Regierenden an Gottes Gebot und Verheißung zu erinnern und zur Umkehr zu rufen. Die Gewalt muß ein Ende haben. 

Dies ist eine Kurzfassung einer theologischen Erklärung zum Krieg im Kosovo, der bis zum 30 April von ca 170 Christen der Evangelischen Landeskirche Baden, vorwiegend kirchlichen MitarbeiterInnen, unterschrieben wurde. Bis zum 20. Mai kamen bereits 1600 Unterschriften zusammen. 

Den ausführlichen Text können Sie hier nachlesen


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